Summa Summarum

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Euroselbsthilfegruppe

Auf und nieder, immer wieder……. Die Aktienindizes zeichneten gestern ein gegenteiliges Bild der letzten Tage und entwickelten sich schwach, bei weiterhin dünner Nachrichtenlage.

Für den interessierten Leser empfehle ich einen Artikel des Kollegen Ronald Gehrt, den ich für sehr lesenswert erachte:

Die Psycho-Blase

Der Investmentboom in den großen Schwellenländern, den BRIC-Staaten, währte zehn Jahre und flacht sich nun spürbar ab, berichtet Jim O’Neill, Erfinder des Begriffs BRIC und oberster Investment-Experte von Goldman Sachs. Er hat sich ein neues Kürzel ausgedacht: MIST. Die sogenannten MIST-Länder – Mexiko, Indonesien, Südkorea und die Türkei – sind die vier größten Märkte im Goldman Sachs N-11 Equity Fund, und der schlägt derzeit mit einem Wachstum von zwölf Prozent die BRIC-Fonds um Längen. Wir Skeptiker der angelsächsischen Investmentbanker-Szene sollten das Undenkbare denken: Die Erkenntnisse von O´Neill müssen nicht deshalb falsch sein, weil er für Goldman Sachs arbeitet. Der Fonds ist über Müller & Veith zu beziehen.

USA

  • Der US-Markt konnte sich von den anfänglichen Verlusten erholen und schloss nahezu unverändert (S&P: +0,06%). Staples (+0,6%), Healthcare (+0,3%) und Materials (+0,2%) waren die besten Sektoren, während Discretionaries (-0,4%), Industrials (-0,1%) und Financials (-0,1 %) hinter der Gesamtmarktentwicklung blieben. Die Volumina lagen 17% unter dem 10-Tages- und 12% unter dem 30-Tagesdurchschnitt.
  • Hewlett-Packard schreibt $8Mrd. auf seine Technologiesparte ab: laut Hewlett-Packard  konnte die Akquisition von Electronic Data Systems Corp für $13,9 Mrd. in 2008 die Erwartungen nicht erfüllen. Link
  • McDonald’s berichtet im Juli zum ersten Mal seit 2003 gleichbleibende Same-Store-Sales. Link
  • Die Anzahl von Zwangsversteigerungen von Immobilien ist den 22. Monat in Folge gefallen: mit 191.925 Fällen lag der Wert im Juli 3% unter dem des Vormonats und 10% unter Vorjahresniveau. Link
  • Fannie Mae und Freddie Mac konnten das zweite Quartal in Folge ohne zusätzliche Staatshilfe beenden und senken damit den Druck für eine schnelle Abwicklung. Link
  • Regulatoren zeigen sich besorgt über Wells Fargo’s hohen Anteil an neuen Immobilienkrediten: im ersten Halbjahr begab/kontrollierte die Bank 33,1% aller neuen Kredite. Link
  • Heutige Makrodaten (Konsensus): Initial Jobless Claims (370k), Trade Balance (-$47,5 Mrd.), Wholesale Inventories (0,3%)

ASIEN

  • Die asiatischen Märkte handeln nach niedrigen Inflationszahlen aus China sowie soliden Arbeitsmarktzahlen aus Australien im Plus. (NKY +0,8%; Shanghai +0,3%; Hang Seng +0,9%)
  • Chinahat heute einige Makrozahlen für den Juli veröffentlicht:
    • Industrieproduktion 9,2%yoy vs. erwartet 9,7%yoy
    • Inflation 1.8%yoy vs. Consensus 1.7%yoy.
    • Fixed Asset Investments 20,4%yoy vs. erwartet 20,6%yoy
    • Retail Sales 13,1%yoy vs. Consensus 13,5%
  • China wird möglichweise noch diesen Monat neue Gesetze zur Regulierung des Immobilienmarktes verabschieden. So schaue die Regierung insbesondere auf Möglichkeiten zur Adjustierung bei der Besteuerung sowie der Besitz-Übertragung. Link
  • Bank of Korea belässt die Zinsen unverändert bei 3% und wartet nach eigenen Aussagen die weitere Entwicklung aus Europa ab. Link
  • Australiens Arbeitsmarktzahlen: die Anzahl der Angestellten stieg im Juli um 14‘000 (vs. 10‘000 erwartet); die Arbeitslosenquote sank unerwartet auf 5.2%. Link
  • Nikon verliert nach einer Reduktion der Guidance für das Gesamtjahr im aktuellen Handel circa 9%. (Bloomberg)

EUROPA

  • Fitch hat gestern als dritte Agentur das Rating von Slowenien um eine Notch auf „A-“ reduziert. Grund für die schlechtere Einstufung seien die Probleme im Bankensektor. Der Ausblick sei negativ. Link
  • Standard Chartered untersucht eine mögliche Klage gegen US Behörden und will damit auf die Beschädigung der Reputation reagieren, schreibt die FT. Link
  • BSkyB hat ein Verfahren gegen den nationalen Regulator gewonnen, wonach das Unternehmen die Preise gegenüber den Rivalen nicht senken muss. Link
  • Commerzbank berichtet 2Q Zahlen: Nettogewinn €275Mio vs. €270Mio; Nettozinsergebnis €1,3Mrd vs. €1,4Mrd; Risikovorsorge inline bei €404Mio; der Gewinn in 2H werde unter dem 1H Niveau liegen; die EBA Kapitalanforderungen seien um €2,8Mrd übertroffen worden.
  • Symrise mit 2Q Umsätze von €439Mio vs. €420Mio; Nettogewinn €41Mio etwas über Consensus; die FY Guidance wurde bestätigt; die Ebitda Marge soll bei circa 20% liegen.
  • Adecco verbucht 2Q Umsätze i.H.v. €5,2Mrd inline mit den Erwartungen; Nettogewinn €113Mio vs. €102Mio; der Ausblick für das Gesamtjahr wurde bestätigt.
  • Swiss Re berichtet 2Q Nettogewinn von $83Mio vs. -$74Mio; die Marktanteile in den Wachstumsmärkten sollen durch Investitionen auf 20-25% erhöht werden.
  • Nestle mit 1H Umsätze inline bei SFr44Mrd; organisches Wachstum 6,6% vs. 6,3%; für das Gesamtjahr wolle man organisch um circa 5-6% wachsen; entwickelte Märkte bleiben herausfordernd; Input-Kosten sollen sich entspannen; der Ausblick wurde bestätigt.
  • Novo Nordisk verbucht einen Anstieg des operativen Gewinns von +31% vs. erwartet +21%; Nettogewinn Dkr5,4Mrd vs. Dkr4,8Mrd; die Guidance für das Umsatzwachstum wurde von 12-15% auf 16-19% erhöht.
  • Bilfinger Berger 1H Output €4,1Mrd inline mit Consensus; Ebita €245Mio vs. €232Mio; Nettogewinn €161Mio vs. €155Mio.
  • Heute werden keine wichtigen Makrozahlen berichtet.

**Die Vergleichszahlen für Unternehmensergebnisse sind Bloomberg Consensus

GS RESEARCH HIGHLIGHTS

Top of Mind: Szenarioanalyse des US ‚Financial Cliff‘

  • Die Entwicklung aller Assetklassen hängt primär von drei Risiken ab: 1) EU Schuldenkrise 2) Wachstum in China 3) Wachstum in den USA.
  • Unsere Analysten erwarten, dass die US-Schuldengrenze Mitte Februar erreicht wird. Sollte der US-Kongress diese nicht erhöhen kann die Regierung keine weiteren Schulden aufnehmen.
  • Eine solche Situation würde sich in drastischen Sparmaßnahmen niederschlagen. Sollte die Schuldengrenze nicht erhöht werden hätte dies weitreichende Auswirkungen, von der Bezahlung von Beamten bis hin zu Ausbildung und Straßenbau.
  • Das Financial Cliff könnte vorerst zu einem stärkeren US-Dollar führen.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag!

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